Nach 48 Jahren engagierter Arbeit für einen sozial und ökologisch verantwortungsvollen Tourismus steht fest: fairunterwegs wird aufgelöst. Die Organisation, die 1977 als Arbeitskreis „Tourismus und Entwicklung“ gegründet wurde, hatte über Jahrzehnte Standards gesetzt, Themen angestossen und sich für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit im Reisen eingesetzt. Nun fehlen die finanziellen Mittel, um die Geschäftsstelle weiterzuführen.
Die finanzielle Schieflage hatte sich über Jahre abgezeichnet. Nach dem Wegfall der Unterstützung durch die DEZA und dem Rückzug mehrerer Entwicklungsorganisationen blieben jährlich rund 170 000 Franken aus, was fast die Hälfte des Budgets darstellt. Trotz immenser Anstrengungen und neuer Kooperationen konnte diese Lücke nicht geschlossen werden. Ende 2025 endet die Arbeit der Geschäftsstelle, alle Arbeitsverhältnisse laufen aus.
Der Fall von fairunterwegs zeigt, wie verletzlich kleine und mittlere NGOs geworden sind. Viele Organisationen sind auf staatliche Beiträge angewiesen oder müssen Mitglieder mit hohem Aufwand gewinnen, um ihre Projekte zu finanzieren. Gleichzeitig sinkt die Bereitschaft vieler Menschen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Der Druck auf gemeinnützige Arbeit wächst – besonders dort, wo keine gewinnorientierte Strukturen greifen.
Mittlerweile wird von Swiss Fair Trade die Website und die Ideen weitergetragen. Die Organisation besteht aus Touristikern und Entwicklungshelfern. Also es gibt eine Lösung.

