Verlierer auf dem Bananenmarkt

Wenn Märkte zu Verlierern führen, so ist das moralisch nicht vertretbar. Viele Händler kaufen Fairtrade Bio Bananen zu Preisen weit unter den Herstellungskosten auf den Spotmärkten. Die Bauern erhalten ein wenig mehr, als die Entsorgung kostet. Für den Verbraucher heisst es Bio und Fairtrade, doch das prangert nur am Etikett. 

Es wird die missliche Lage ausgenutzt, dass zu viel produziert wurde. Deswegen werden nicht viel mehr Bananen gegessen, sie werden billiger und verfälschen den Preis. Es gibt keine Behörde, die die Preise für die Bauern hochhält, sondern Einkäufer, die Notsituationen ausnutzen. So laufen freie Märkte und das ist ethisch fraglich. Denn, die Kosten für Fairtrade und Bio werden nicht bezahlt.

Transparenz im Handel würde dies sichtbar machen. Die Bauern sollten ihre Produktionskosten offen legen dürfen. Mindestpreise führen zu ungezügelter Produktion, Spotpreise könnten auch höher sein, wenn es eben zu wenig Bananen hat, doch dies ist ganz selten der Fall. Zu viele Länder bauen Bananen an, um Devisen zu erwirtschaften. 

Auf einen Spotmarkt Fairtrade und Bio einkaufen, geht nicht, es wird dennoch gemacht, so ist die Vermutung. Die Discounter geben nur allgemeine Auskünfte dazu,, man legt Wert auf gute, faire Beziehung, es fehlen Beispiele, Anfragen werden eben sehr allgemein beantwortet.

Die Bananen können nicht gelagert werden.  Sie müssten weiterverarbeitet werden in langlebige Produkte, z.B. Bananenchips.  Wenn Fairtrade das ändern will, braucht es mehr Verarbeitungskapazitäten und insgesamt wohl höhere Deckungsbeiträge. Denn die Bananenchips müssten auch vermarktet werden.

Es gibt bestimmt viele Produkte, die aus Bananen gewonnen werden können, nur das Wissen bleibt in den reichen Ländern haften. Die Konsumenten werden mit Fairtrade ruhig gestellt. Niemand traut sich Zahlen offen zu legen. Eine entsprechende Rückfrage habe ich bei Lidl Schweiz gestellt.

Kaffeepreise, wie fair ist das denn

In der Schweiz ist ein Artikel erschienen, fünftgrösste Kaffee Exporteur. Bei den Zahlen einkaufen für CHF 4,-  rösten und verkaufen für CHF 30,- pro Kilogramm. Wer den Röstvorgang kennt, weiss, dass da nicht allzuviel Arbeit steckt. Wenn nun genauer die Zahlen betrachtet werden, so ist die Weiterverarbeitung nicht berücksichtigt.

Gerade Instant Kaffee oder Kaffeekapseln schaffen Wertschöpfung. Instant Kaffee liegt im Jahresvergleich bei CHF 15,- pro kg. Kaffeekapseln, 195g Nestle De Gusto kaufe ich für ca. CHF 60,- pro kg, Nespresso nochmals teurer. Einen günstigen Bohnenkaffee bekomme ich als weisse Ware schon für CHF 6,- pro kg. 

Es entsteht rasch ein falsches Bild. Der Kaffeemarkt scheint im Handel weitgehendst fair zu funktionieren. Die Preise der Erzeuger sind zu tief, aber auch die Röstereien arbeiten zu wettbewerbsfähigen Preise. Daher ist der Artikel mit Vorsicht zu betrachten und es wäre schön, wenn die Wertschöpfung in der Schweiz erfasst werden könnte. 

Dazu habe ich Nestlé angeschrieben und ich will auch die Meinung vom Kafffeeverband einholen. Transparenz ist sicherlich ein Thema. Aber auch wie mehr Wertschöpfung in den Ursprungsländern entstehen kann. Ich nehme an, die Kapselfabrikation ist hochautomatisiert und die Schweiz bietet sich aufgrund sicherer Energieversorgung, zentraler Lage und günstiger Kapitalkosten dafür an.

Wertschöpfung entsteht vor allen in den Cafés. Dort sind die Einsatzkosten tief, mehr Kaffeehauskultur scheint mir die angenehmste Lösung des Problems zu sein. Denn die Cafetiers können besonders guten Kaffee dort servieren.

Nachfolgend noch die Pressemitteilung von der Zollverwaltung

Kann Ehrenamt störend sein?


Ehrenamt ist für die Gesellschaft sehr wichtig. Viele Dinge sind ohne ehrenamtliche Hlefer nicht zu bewältigen. Sie ermöglichen erst den Betrieb vieler Weltläden und damit den Fairtrade Handel.

Doch das Ehrenamt kann auch seine Schattenseiten haben. Idealismus übersieht gerne Missstände.

  • Arbeiten erfolgen ineffizient
  • Organisationen fehlt es häufig an Transparenz
  • Mitbestimmung nur dank Beziehungen
  • Wenig Kritik an der Gesellschaft
  • Machtmissbrauch
  • Wut statt Engagement frustrierter Helfer

Mit Ineffizienz kann man leben, solange die Kostenseite stimmt. Doch oft zeigen die ehrenamtlichen Mitarbeiter mehr Idealismus als die Festangestellten. Nur zu melden, haben diese wenig, es sei denn sie arbeiten sich empor.

Solche “Emporkömmlinge” lieben es oft Macht auszuüben und gegen die Ursachen der Probleme wird kaum gekämpft. Vielmehr wird pauschaliert und es fehlen die Auseinandersetzungen. Von Offenheit und Transparenz zu schweigen.

Fairtrade wurde von der Wirtschaft gekapert. Es zählt nicht mehr der Idealismus und ist ein Geschäftsmodell geworden. Doch warum soll jemand eine Schokolade im Weltladen 50% teurer kaufen, als wie beim Discounter, dort auch mit Fairtrade Siegel.

Ehrenamt schafft sinnvolle Beschäftigung. Das ist zu fördern. Gleichzeitig sollte es gelingen, die Schattenseiten abzustellen. Transparenz und Offenheit sind die wesentlichen Schlüsseln. Eine solche Diskussion hilft mehr als eine pauschale Verherrlichung des Ehrenamts.

Migration schadet den fairen Handel


Migranten verlassen ihr Land, um in einem reicheren Land Einkommen zu erzielen, welches nach Hause geschickt wird. Die reichen Länder füllen Arbeitsplätze und investieren zu wenig in die Bildung der Einheimischen. Die Immigranten sollen passende Qualifikationen bringen und das Arbeitsumfeld nicht kritisieren.

Bei Armutsflüchtlingen helfen wir kaum mit Qualifikationen und denken nur an Rückschaffung. Es sind oft die engagierten, unternehmerischen Menschen, welche Änderungen in ihrem Heimatland anstossen könnten. Stattdessen schicken diese Geld nach Hause, was Konsumation und Import verstärkt und für die Entwicklung des Landes weniger nützt, als wenn sich Menschen unternehmerisch betätigen. Bei uns ist der Stand meist tiefer, als die Möglichkeiten zu Hause.

Als reiche Länder beteiligen wir uns kaum an den Ausbildungskosten für die wichtigen Qualifikationen. Ich habe gehört, dass mehr Ärzte aus Ghana in England arbeite als in Ghana. Doch der Wohlstand und das bequeme Leben lockt.

Was hat das mit Fairtrade zu tun. Ganz einfach, qualifizierte Menschen suchen bei uns ihr Auskommen, statt sich in den Heimatländern zu engagieren. Sie schicken Geld nach Hause, das Herkunftsland hat damit wenig Interesse eine eigene Wirtschaft aufzubauen. Bildung wird bei jeder Fairtrade Diskussion knapp belichtet, doch es ist der Schlüssel zur Entwicklung und wir schnappen uns diese.

Wenn wir Fairtrade machen wollen, so müssen die menschlichen Aspekte und nicht nur das Produkt betrachtet werden. Eine Lösung der sozialen Probleme, durch Einwanderung bei uns ist keine Lösung. Wir müssen uns der Verantwortung stellen und viele Hindernisse abstellen.

Das heisst,erstmals keine Rüstungsexporte mehr, das Geld wird anders dringender gebraucht. Das heisst, Konzerne an ihre Verantwortung erinnern und verhindern, dass arme Länder über den Tisch gezogen werden. Das heisst, unsere Handelspraktiken so zu ändern, das diese fair sind und keine Freihandelsabkommen, die vor allem uns nützen. Wir müssen helfen eine tragfähige Wirtschaft aufzubauen, um die Fluchtursachen, wegen Armut abzubauen.

Ein Artikel zum Migrationspakt und warum, dieser den armen Ländern wenig nützt
Ohne Paktgefühl

Frauen an die Macht

Frauen und Arbeit
Von Frauen geführte Unternehmen sind erfolgreicher, das Wirtschaftswunder in Deutschland ist den Frauen zu verdanken und die meiste Arbeit wird von Frauen erbracht, gerade wenn die Kindeserziehung und Altenpflege honoriert wird.

Jedoch 75% der Hungernden sind Frauen, sie sind weniger wert. Dafür tragen sie gerade in Afrika alleine die Verantwortung. Sie geben das Geld zudem zukunftsgerichteter für Bildung oder echte Arbeitserleichterungen aus, nur zu sagen haben sie nichts.

In Ruanda ist der Frauenanteil in Wirtschaft und Politik höher als in vielen afrikanischen Ländern, das Land hat die besten Wachstumsraten. Mikrokredite werden von Frauen zuverlässiger zurückbezahlt, nur zu melden haben Sie wenig.

Zudem sind viele Gesellschaften und Religionen patriacharlisch geprägt und wir tolerieren stillschweigend Ausgrenzung und Diskriminierung, lassen veraltete Wertvorstellungen sogar explizit zu. Da lassen sich Frauen unterdrücken.

Wer Geld hat, der hat wirtschaftlich was zu sagen, doch viel Frauenarbeit soll gratis bleiben und dies sehen wir auch bei uns. Frauenberufe sind häufiger schlecht bezahlt und der Weg in die Entscheidungsgremien ist steinig. Wir lassen uns von der Finanzindustrie drangsalieren. Geld ist da schnell wichtiger als der Mensch.

Die Frauen haben oft einen stärkeren Bezug zu Leben und Natur. Doch warum verdienen Banker und Informatiker gut, während für Kindererziehung kein Geld vorhanden ist?

Fazit: Frauen denken langfristiger, suchen Konsens, denken mehr an andere und verantwortungsvoller. Damit gibt es keinen Grund die patriarchlischen Strukturen aufrechtzuerhalten. Einziges Motiv kann sein, dass wir uns Zeit lassen für Änderungen, weil sonst Perspektivlosigkeit entstehen kann.

Richtig helfen – in der Heimat oder vor Ort?


Angesichts der vielen Probleme möchten Menschen helfen, gerade wenn Sie auf einer Auslandsreise die materielle Armut der Menschen erleben. Jeder sollte doch ein Recht haben für ein menschenswürdiges Leben mit wettergeschützter Wohnung, Kleidung, genug Essen, medinzinischer Versorgung und einer Bildung. Auch sollte es Perspektiven geben, sein Leben zu gestalten.

Wir reisen viel, begegnen den Menschen, wollen helfen und am liebsten vor Ort. In einem ersten Schritt ist es sicher gut, einige Wochen vor Ort zu sein. So lässt sich die Situation besser einschätzen und Vertrauen aufbauen.

Doch eine Hilfsorganisation vor Ort, lässt sich besser durch Einheimische führen. Deren Lebenshaltungskosten sind meist tiefer und sie haben einen besseren Zugang zu den Leuten. Umgekehrt lässt sich im Heimatland besser erklären, was hier getan werden kann und es ist einfacher Spenden zu sammeln.

Wir sollten auch vielmehr den Mut haben, Leute aus den Nehmerländern einzuladen. Sie sehen unsere Lebensumstände und bewirken für die Projekte ein besseres Verständnis bei uns. So können sie Menschen motivieren, sich auch bei uns für nötige Veränderungen einzusetzen. Das sind in erster Linie faire Handelsbedingungen und eine Ächtung der Korruption.

Wenn wir in ein anderes Land gehen, sind dort unsere Einkommenschancen minim und die Kosten für Flüge und Aufenthalt hoch. Wir wissen, menschliche Begegnung ist sehr bereichernd und vor allem, wenn es uns gelingt zu helfen.

Den richtigen Weg zur Zusammenarbeit ist sicherlich vom einzelnen Projekt abhängig. Auch sollten wir uns überlegen, bevor wir eine eigene Organisation gründen, ob nicht die Einbindung in eine andere NGO möglich ist und wir sollten immer Kooperationen suchen.

Meine NGO, die Gesellschaft für Internationale Entwicklung sucht daher auch in erster Linie die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, die im Bereich touristischer Entwicklung helfen wollen. Das ist kein einfaches Unterfangen, weil auch oft die Zeit fehlt.

Dennoch sehen wir, dass vieles einfacher ist, wenn etwas Geld in der Kasse ist. Daher sind wir in der Schweiz aktiv sind, wo wir Staatsbürger sind, Mentalität und Kultur besser einschätzen können.

Die Gedanken sind nach einer lebhaften Diskussion in einen Hostel in der Slowakei entstanden. Dank an alle Beteiligten.

Agroinvestoren – Segen oder Fluch?


Viele Investoren steigen die Agrarwirtschaft ein. Sie kaufen das Land, erhalten damit Sicherheit für Investitionen, können moderne Produktionsmethoden anwenden, die Produkte besser lagern und weiter verarbeiten und so zum Wohlstand des Landes beitragen. Auch die Fairtrade Siegel müssen bezahlt werden, ein Audit kostet durchschnittlich USD 3000,- Das sind Argumente für Agroinvestoren, wenn auf Augenhöhe mit der Zivilgesellschaft gehandelt wird, bedeuten Investitionen in die Landwirtschaft einen Segen.

Jedoch gibt es die Kehrseite. Land wird enteignet, Bauern vertrieben, die Arbeiter ausgebeutet, auf die Umwelt wird nicht geachtet und Behörden bestochen. Zudem wird nur für den Export produziert und dies auch noch in Monokulturen.

Es hängt also viel von Rechtssicherheit ab und Begegnung auf Augenhöhe. Journalisten können dazu beitragen, die Verhältnisse vor Ort zu dokumentieren und Hilfsorganisationen müssen einschreiten, wenn Menschenrechte nicht beachtet werden.

Doch meistens passiert nichts und die Bürger werden in die Verantwortung nicht einbezogen. Auch fehlt in vielen Ländern die Rechtssicherheit für Investoren.

Die Gedanken entstanden nach der Lektüre des Buches „Afrika wird armregiert“ von Volker Seitz

Fairtrade Organisationen – wer sind die denn?


Auf der Startseite habe ich bereits die beiden internationalen Organisationen genannt:

FLO
WFTO

Welche kennen wir und wie erleben wir diese, dazu schreibe ich, je nach dem ich auf Spurensuche fündig werde. Einen guten Überblick zum Thema Faritrade leistet folgendes Buch:
Fair einkaufen – aber wie, von Martina Hahn und Frank Herrmann, erschienen im Verlag Brandes & Apsel, ISBN 978-3-86099-610-2

Max Havelaar
Ich kenne sie durch die Bananen und die Rosen. Die Organisation hat sich erfolgreich mit höheren Preisen durchgesetzt und Fairtrade gesellschaftsfähig gemacht. In der Schweiz ist es die offizielle Fairtrade Organisation.

Rainforest Alliance
Sie wollen verhindern, dass weiterhin Wälder gerodet werden und Alternativen schaffen, durch nachhaltige Bewirtschaftung. Die Produzenten sollten langfristig denken, die Kriterien sind stark wissenschaftlich, ab er auch pragmatisch

UTZ
Kenne ich von der Schokolade, alles ist UTZ zertifiziert. Hintergründe muss ich noch suchen, nachdem ja UTZ zertifiziert, glaube ich, dass die Kriterien nicht so streng sein können.

GEPA

Das ist der erste Vermarkter von Drittweltprodukten, der mir in den Sinn kommt. Es wurden sehr viele kleine Genossenschaften unterstützt, ich kann mich gut an Kaffee und Honig erinnern.

Eine wichtige Quelle, die ich entdecken konnte ist ein Gesamtverzeichnis aller Kennzeichnungen. Auf folgenden Link stehen die Erläuterungen
ein Wegweiser durch das Label Labyrinth

Es kann bezogen werden bei:

Christliche Initiative Romero
Schillerstr. 4a
D-48155 Münster

+49 251 6744 13 0
cir@ci-romero.de
www.ci-romero.de

Bananen und Supermärkte – zu billig?


Die Banane steht stellvertretend in der Fairtrade Welt für korrupte Machenschaften (Bananenrepubliken) Umweltzerstörung, schlechte Arbeitsbedingungen und die Macht von Grosskonzernen. Aber die Banane ist auch ein Zeichen von Wohlstand, eine feine praktische Frucht, die vielfältig in den Tropen vorkommt und gut schmeckt. Warum ist die Banane so günstig? Müssen wir Angst haben, dass es keine Bananen gibt und wie hat sich der faire Handel entwickelt.

Das Buch von Frau Zierul hat fasziniert, es zeigt gut die Zusammenhänge auf. Wir lernen dabei viel von der Initiative von Rainforest und den teilweise unsinnigen EU-Bestimmungen. Es zeigt sich für jeden Konsumenten, der er durchaus einen grossen Einfluss ausüben kann. Die Proteste gegen die Obstkonzerne sind zurückgegangen, wir denken es ist damit getan an der Situation bei den Plantagen etwas zu ändern.

Fairtrade kann beim Kauf der Bananen beginnen. Aber schaffen wir auch ein Bewusstsein, was wirklich an Regelungen sinnvoll ist und auch Früchte schmecken, die Schönheitsfehler aufweisen und der Norm nicht entsprechen. Sorgen wir trotz überbordenden Angebot für mehr Vielfalt.

Literaturhinweis:
Billig, Billiger, Banane von Sarah Zierul
(sie recherchierte gründlich das Thema und zeigt die Geschichte, den Prozess von der Plantage zum Konsumenten und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf, Zitat „doe Bananenrepublik ist bei uns“)

Von Eseln und Mühlen


Das Leben ist mal so einfach gewesen. Der Müller hat einen Esel, der sich abrackerte und dafür sorgte, dass es Mehl gegeben hat und wurde mit etwas Essen abgespeist, die Mühle hat ihn nie gehört. Der Esel hatte keine Chance was zu ändern.

Heute sind die meisten Menschen immer noch Esel und wir fördern ein undemokratisches, menschen- und naturverachtendes Wirtschaftssystem

als Anleger
unsere Ersparnisse geben wir der Bank, die investiert in Fondgesellschaften, die im Wettbewerb stehen, wer die meiste Rendite macht, dort wird angelegt. Daher pressen Fondgesellschaften Unternehmen aus, möglichst viel Dividende auszuzahlen und den Aktienwert zu steigern, ohne Rücksicht auf Arbeit und Umwelt.

als Konsument
wir werden zum Sparen gezwungen und kaufen günstig ein, beim Produzenten bleibt wenig für ein gutes Leben. Brav lassen wir uns durch Werbung manipulieren, womit wir viele unnötige Dinge kaufen, ohne Rücksicht auf Arbeit und Umwelt

als Demokraten
politisches Engagement kostet Zeit und geschieht vor allem über Parteien, die im Kern Führungspositionen nach Gutdünken auswählen. Wir streben nach Harmonie und Einigkeit, Streitkultur gilt als undemokratisch, ohne Rücksicht auf Arbeit und Umwelt.

Am Ende sind wir alle Esel, über die Mühlen dürfen wir nicht bestimmen, die werden weiter vererbt. Einigen wenigen gelingt es eine Mühle zu bekommen. In den reichen Länder sind wir Erfüllungsesel, denn wir haben es in der Hand was zu ändern.