Kann Ehrenamt störend sein?


Ehrenamt ist für die Gesellschaft sehr wichtig. Viele Dinge sind ohne ehrenamtliche Hlefer nicht zu bewältigen. Sie ermöglichen erst den Betrieb vieler Weltläden und damit den Fairtrade Handel.

Doch das Ehrenamt kann auch seine Schattenseiten haben. Idealismus übersieht gerne Missstände.

  • Arbeiten erfolgen ineffizient
  • Organisationen fehlt es häufig an Transparenz
  • Mitbestimmung nur dank Beziehungen
  • Wenig Kritik an der Gesellschaft
  • Machtmissbrauch
  • Wut statt Engagement frustrierter Helfer

Mit Ineffizienz kann man leben, solange die Kostenseite stimmt. Doch oft zeigen die ehrenamtlichen Mitarbeiter mehr Idealismus als die Festangestellten. Nur zu melden, haben diese wenig, es sei denn sie arbeiten sich empor.

Solche “Emporkömmlinge” lieben es oft Macht auszuüben und gegen die Ursachen der Probleme wird kaum gekämpft. Vielmehr wird pauschaliert und es fehlen die Auseinandersetzungen. Von Offenheit und Transparenz zu schweigen.

Fairtrade wurde von der Wirtschaft gekapert. Es zählt nicht mehr der Idealismus und ist ein Geschäftsmodell geworden. Doch warum soll jemand eine Schokolade im Weltladen 50% teurer kaufen, als wie beim Discounter, dort auch mit Fairtrade Siegel.

Ehrenamt schafft sinnvolle Beschäftigung. Das ist zu fördern. Gleichzeitig sollte es gelingen, die Schattenseiten abzustellen. Transparenz und Offenheit sind die wesentlichen Schlüsseln. Eine solche Diskussion hilft mehr als eine pauschale Verherrlichung des Ehrenamts.

Wirtschaft und Investitionen von unten

Wir haben gerade ein Lied geschrieben “Zeit ist knapp, Geld ist knapp, alles papperlapapp”. Es ist der philosophische Gedanken, dass Zeit und Geld immaterielle Werte sind, denen wir einen materiellen Wert zuordnen. Wie wir Zeit durch Arbeit in materielle Werte wandeln können, denken wir wenig nach.

Der Wissenschaft Paul Krugman hat sich die Rolle der Binnenwirtschaft und der Aussenwirtschaft untersucht, Fazit, die Aussenhandelsaspekte werden höher bewertet als sie in der Realität auf die Wirtschaft Einfluss haben. Daher sollte der Fokus auf die Binnenwirtschaft gelegt, allerdings ohne zuviel Abschottung.

Damit sich die Leute engagieren können braucht es Bildung, Infrastruktur und Vertrauen. In jedem Menschen stecken Neugier, Hilfsbereitschaft und damit unternehmerische Fähigkeiten,die sich entfalten sollen. Das Geld ist die Belohnung für die Arbeit, um wiederum von der Arbeit anderer zu profitieren.

Wenn wir wirklich entwickeln wollen, so müssen wir aufhören nur auf Investitionen zu schielen, sondern Bestrebungen zu Vertrauen und Rechtssicherheit unterstützen. Gleichzeitig müssen Handelsabkommen beiden Seiten wirklich nützen und nachverhandelt werden.

Es braucht Startkapital, dafür sollte es ein genossenschaftliches Bankwesen geben. Es braucht Wissen, das sollten die reichen Länder ehrlich tielen. Es braucht Vertrauen, deswegen sollten sich Bürger die Politik gestalten.

Wir haben in Entwicklungsländer die Möglichkeit neue Techniken einzuführen, die auf erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft aufbauen. Die 3D Drucker und Drohnen können hervorragende Dienste bieten. Doch dafür müssen wir bereit sein zu teilen. Wir müssen auch praktisches Wissen zu Wasserleitungsbau, Aufbau von Energienetzen und viele Dinge, die bei uns funktionieren, weitergeben.

Gleichzeitig müssen die Menschen ihr Leben in die Hand nehmen können. Sie dürfen nicht durch altmodische Gebräuche und Moralvorstellungen behindert werden. Diskriminierung von Frauen darf nicht toleriert werden, ebenso jegliche Form von Korruption.

Wir legen aktuell den Wert auf das Thema “lernen” und glauben durchaus, dass es Menschen in Entwicklungsländern gelingen kann, einen Kapitalstock aufzubauen. Dafür haben wir eine Initiative für Lerngruppen entwickelt
www.gfie.net/lernen

Migration schadet den fairen Handel


Migranten verlassen ihr Land, um in einem reicheren Land Einkommen zu erzielen, welches nach Hause geschickt wird. Die reichen Länder füllen Arbeitsplätze und investieren zu wenig in die Bildung der Einheimischen. Die Immigranten sollen passende Qualifikationen bringen und das Arbeitsumfeld nicht kritisieren.

Bei Armutsflüchtlingen helfen wir kaum mit Qualifikationen und denken nur an Rückschaffung. Es sind oft die engagierten, unternehmerischen Menschen, welche Änderungen in ihrem Heimatland anstossen könnten. Stattdessen schicken diese Geld nach Hause, was Konsumation und Import verstärkt und für die Entwicklung des Landes weniger nützt, als wenn sich Menschen unternehmerisch betätigen. Bei uns ist der Stand meist tiefer, als die Möglichkeiten zu Hause.

Als reiche Länder beteiligen wir uns kaum an den Ausbildungskosten für die wichtigen Qualifikationen. Ich habe gehört, dass mehr Ärzte aus Ghana in England arbeite als in Ghana. Doch der Wohlstand und das bequeme Leben lockt.

Was hat das mit Fairtrade zu tun. Ganz einfach, qualifizierte Menschen suchen bei uns ihr Auskommen, statt sich in den Heimatländern zu engagieren. Sie schicken Geld nach Hause, das Herkunftsland hat damit wenig Interesse eine eigene Wirtschaft aufzubauen. Bildung wird bei jeder Fairtrade Diskussion knapp belichtet, doch es ist der Schlüssel zur Entwicklung und wir schnappen uns diese.

Wenn wir Fairtrade machen wollen, so müssen die menschlichen Aspekte und nicht nur das Produkt betrachtet werden. Eine Lösung der sozialen Probleme, durch Einwanderung bei uns ist keine Lösung. Wir müssen uns der Verantwortung stellen und viele Hindernisse abstellen.

Das heisst,erstmals keine Rüstungsexporte mehr, das Geld wird anders dringender gebraucht. Das heisst, Konzerne an ihre Verantwortung erinnern und verhindern, dass arme Länder über den Tisch gezogen werden. Das heisst, unsere Handelspraktiken so zu ändern, das diese fair sind und keine Freihandelsabkommen, die vor allem uns nützen. Wir müssen helfen eine tragfähige Wirtschaft aufzubauen, um die Fluchtursachen, wegen Armut abzubauen.

Ein Artikel zum Migrationspakt und warum, dieser den armen Ländern wenig nützt
Ohne Paktgefühl

Mode und unsere Verantwortung im Alltag


Fairtrade wird immer wichtiger bei Textilien und ist ein guter Gedanke dabei über die Wegwerfgesellschaft zu reflektieren. Es gibt viele Menschen, die ein Kleidungsstück nur wenige Male tragen. Shopping ist eine Freizeitbeschäftigung und es werden billige Modeartikel gekauft.

Diese haben ihre Schattenseiten. Ein T-Shirt benötigt 1 kg Baumwolle, die 1000 Liter Wasser braucht, es fallen 1 kg Pestizide an und Fasern geben schwer abbaubare Elemente der Natur ab. Mit der Kleidung werden zudem prekäre Arbeitsverhältnisse von 60 Mio Menschen vor allem in Asien aufrechterhalten. Viele Textilarbeiter können nur mit vielen Ueberstunden ihr Leben finanzieren, wenn diese krank werden und die Ziele nicht erreichen, gibt es Abzüge oder sie verlieren die Stelle.

Kritische NGOs sehen die Textilarbeiter als moderne Sklaven, die unseren Lebensstandard sicherstellen. Die Löhne liegen im einstelligen Prozentbereich, das meiste Geld schluckt die Werbung und der Handel. Für die Menschen ist Arbeit sehr wichtig, doch Ausbeutung und die ständige Priorität auf Konzerninteressen muss verschwinden. Dafür sind Nachverhandlungen bei vielen Abkommmen nötig.

Demnächst wird in der Schweiz auf die Konzernverantwortungsinitiative abgestimmt. Hier können Aenderungen bewirkt werden
Webseite der Initiatoren der Konzernverantwortungsinitiative

Ein Hilfswerk, welches sich sehr für bessere Arbeitsbedingungen einsetzt

Christliche Initiative Romero
Schillerstr. 4a
D-48155 Münster

+49 251 6744 13 0
cir@ci-romero.de
www.ci-romero.de

Wir wollen unsere Recherchen zur Mode mit folgenden Fragen intensivieren:

Wie könnten kleine afrikanische Textilhersteller in Europa ihre Produkte verkaufen?
Welchen Einfluss hat der Verkauf von Second Hand Kleidung in Afrika?
Warum sind Kleiderkonzerne so mächtig?

Frauen an die Macht

Frauen und Arbeit
Von Frauen geführte Unternehmen sind erfolgreicher, das Wirtschaftswunder in Deutschland ist den Frauen zu verdanken und die meiste Arbeit wird von Frauen erbracht, gerade wenn die Kindeserziehung und Altenpflege honoriert wird.

Jedoch 75% der Hungernden sind Frauen, sie sind weniger wert. Dafür tragen sie gerade in Afrika alleine die Verantwortung. Sie geben das Geld zudem zukunftsgerichteter für Bildung oder echte Arbeitserleichterungen aus, nur zu sagen haben sie nichts.

In Ruanda ist der Frauenanteil in Wirtschaft und Politik höher als in vielen afrikanischen Ländern, das Land hat die besten Wachstumsraten. Mikrokredite werden von Frauen zuverlässiger zurückbezahlt, nur zu melden haben Sie wenig.

Zudem sind viele Gesellschaften und Religionen patriacharlisch geprägt und wir tolerieren stillschweigend Ausgrenzung und Diskriminierung, lassen veraltete Wertvorstellungen sogar explizit zu. Da lassen sich Frauen unterdrücken.

Wer Geld hat, der hat wirtschaftlich was zu sagen, doch viel Frauenarbeit soll gratis bleiben und dies sehen wir auch bei uns. Frauenberufe sind häufiger schlecht bezahlt und der Weg in die Entscheidungsgremien ist steinig. Wir lassen uns von der Finanzindustrie drangsalieren. Geld ist da schnell wichtiger als der Mensch.

Die Frauen haben oft einen stärkeren Bezug zu Leben und Natur. Doch warum verdienen Banker und Informatiker gut, während für Kindererziehung kein Geld vorhanden ist?

Fazit: Frauen denken langfristiger, suchen Konsens, denken mehr an andere und verantwortungsvoller. Damit gibt es keinen Grund die patriarchlischen Strukturen aufrechtzuerhalten. Einziges Motiv kann sein, dass wir uns Zeit lassen für Änderungen, weil sonst Perspektivlosigkeit entstehen kann.

Fairtrade Städte Initiative – Fallbeispiel Nürnberg

Nürnberg, eine Fairtrade Stadt
Engagement global hilft den Kommunen sich als Fairtrade Städte zu entwickeln. Gerade im Bereich der Beschaffung können somit Behörden auf Fairtrade Aspekte Rücksicht nehmen. Neben den Fairtrade Städten können sich auch als Universitäten als Fairtrade Universität lizenzieren lassen. Der wichigste Vorteil liegt aber in der Öffentlichkeitsarbeit und im Bewusstsein bei der Bevölkerung.

Nürnberg hat diese Herausforderung erfolgreich gemeistert. Es gibt eine Steuerungsgruppe, in der verschiedene Initiativen und die Stadt Nürnberg vertreten sind. Eine wichtige Aufgabe ist die Sensibilierung von Schülern und gemeinsame Aktivitäten. Eine faire Losbude am Volksfest und die Ausstattung einer Abteilung mit Fairtrade Kleidung wurde durch Preise honoriert.

Die jeweilige Fairtrade Woche im September ist immer ein wichtiges Datum, um den Gedanken publik zu machen. In Nürnberg finden sich viele Vereine, einige grosse Eine Welt Laden und vor allem das Bewusstsein sich für Fairtrade einzusetzen. An der Universität engagieren sich dafür Studenten in Arbeitskreisen und der Studentenverwaltung.
Hier geht’s zum Link von Fairtrade Nürnberg

Die Koordinationsstelle bei Engagement Global:

+49 228 20717 332
info@service-eine-welt.de
www.service-eine-welt.de

Handel(n) gegen den Hunger


Von der Universität Hamburg wurde im zweiten Quartal 2018 eine Ringvorlesung veranstaltet, die sich mit dem Handel(n) gegen den Hunger auseinandersetzt. Auf unserer Webseite veröffentlichen wir die Vorlesung von Dr. Hans Heinrich Bass, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Bremen

„Wie kann fairer Handel zu einer ländlichen Entwicklung und Armutsminderung beitragen“

Hier geht es zum Video vom Vortrag

Der Vortrag zeigt sehr gut das Potential und die Chancen vom fairen Handel auf. Er ist in mehreren Blöcken aufgebaut und fragt immer wieder die Teilnehmer nach ihrer Bewertung, wobei es kein richtig oder falsch gibt, sondern um die Einschätzung zur Situation.

Für mich ist interessant gewesen, dass der Anteil für den fairen Handel in Deutschland verglichen mit der Schweiz noch viel Luft nach oben hat. Aber auch, dass wir damit den Mittelstand in den Anbauländern aufbauen und die Löhne auf den Fairtrade Plantagen oft niedriger sind.

Nachdenklich auch der Aspekt, dass wir meinen, was richtig ist und wir stets Idealbilder bei Fairen Handel sehen, jedoch landlose Armutsbetroffene wenig Nutzen vom Fairtrade haben.

Dennoch halten wir Fairtrade für wichtig, wir sollten die Ansätze immer wieder überprüfen. Meiner Meinung sollten wir den Genossenschaften moderne Techniken an die Hand geben, wie z.B. Drohnen für den besseren Einsatz von Düngemittel und Transport, aber auch die Weiterverarbeitung fördern.

Richtig helfen – in der Heimat oder vor Ort?


Angesichts der vielen Probleme möchten Menschen helfen, gerade wenn Sie auf einer Auslandsreise die materielle Armut der Menschen erleben. Jeder sollte doch ein Recht haben für ein menschenswürdiges Leben mit wettergeschützter Wohnung, Kleidung, genug Essen, medinzinischer Versorgung und einer Bildung. Auch sollte es Perspektiven geben, sein Leben zu gestalten.

Wir reisen viel, begegnen den Menschen, wollen helfen und am liebsten vor Ort. In einem ersten Schritt ist es sicher gut, einige Wochen vor Ort zu sein. So lässt sich die Situation besser einschätzen und Vertrauen aufbauen.

Doch eine Hilfsorganisation vor Ort, lässt sich besser durch Einheimische führen. Deren Lebenshaltungskosten sind meist tiefer und sie haben einen besseren Zugang zu den Leuten. Umgekehrt lässt sich im Heimatland besser erklären, was hier getan werden kann und es ist einfacher Spenden zu sammeln.

Wir sollten auch vielmehr den Mut haben, Leute aus den Nehmerländern einzuladen. Sie sehen unsere Lebensumstände und bewirken für die Projekte ein besseres Verständnis bei uns. So können sie Menschen motivieren, sich auch bei uns für nötige Veränderungen einzusetzen. Das sind in erster Linie faire Handelsbedingungen und eine Ächtung der Korruption.

Wenn wir in ein anderes Land gehen, sind dort unsere Einkommenschancen minim und die Kosten für Flüge und Aufenthalt hoch. Wir wissen, menschliche Begegnung ist sehr bereichernd und vor allem, wenn es uns gelingt zu helfen.

Den richtigen Weg zur Zusammenarbeit ist sicherlich vom einzelnen Projekt abhängig. Auch sollten wir uns überlegen, bevor wir eine eigene Organisation gründen, ob nicht die Einbindung in eine andere NGO möglich ist und wir sollten immer Kooperationen suchen.

Meine NGO, die Gesellschaft für Internationale Entwicklung sucht daher auch in erster Linie die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, die im Bereich touristischer Entwicklung helfen wollen. Das ist kein einfaches Unterfangen, weil auch oft die Zeit fehlt.

Dennoch sehen wir, dass vieles einfacher ist, wenn etwas Geld in der Kasse ist. Daher sind wir in der Schweiz aktiv sind, wo wir Staatsbürger sind, Mentalität und Kultur besser einschätzen können.

Die Gedanken sind nach einer lebhaften Diskussion in einen Hostel in der Slowakei entstanden. Dank an alle Beteiligten.

Blockchain – was kann das Fairtrade bringen?


Beim Internet entwickelt sich dank zunehmender Geschwindigkeit und Speicherkapazität die Blockchain Technologie. Nach Information, Interaktion werden Transaktionen schnell und transparent gemacht. Blockchain kann zum Beispiel die logistische Abläufe aufzeichnen, sobald ein Schritt abgeschlossen wird ein Kettenglied geblockt und damit unveränderlich. Es werden folgende Dinge festgestellt:

  • Besitzer
  • Produkt
  • Ursprung
  • Transport
  • Zahlungen
  • Daten

Wichtig ist Vertrauen, für welche Währungen, Geräte und Überwachungen sorgen können. Die Transparenz wird gewährleistet und damit ist es möglich die Wertschöpfungsketten zu verfolgen. Aktuell beschäftigt sich die Blockchain mit der Minimierung von Zahlungskosten und der Unabhängigkeit von Währungen. Jeder kann in Zukunft eine Blockchain beginnen die Lösungen werden schnell kommen. Auch mit den Kryptowährungen kann das Risiko von Geldverfall und die Möglichkeit von Korruption eingedämmt werden. Der Bitcoin erfüllt nicht den Korruptionsschutz, daher er Anonymität zulässt, doch es ist Bewegung in der Technologie.

Die Blockchain wird Handel und Logistik revolutionieren. Aktuell gibt es keine Experten, alles ist im Wandel und es liegt an uns, wie die Technik genutzt wird. Wer immer Blockchain Lösungen etablieren will, muss auch wissen, dass es viele Dinge gibt, die zu beachten sind (Sicherheit, Risk Management, stimmige Prozesse, Transparenz, Zugriffe, Geschäftsmodell, etc.).

Eine Webseite zur Erläuterung der Blockchain
https://blog.codecentric.de/en/2017/10/blockchain-in-the-supply-chain/

Agroinvestoren – Segen oder Fluch?


Viele Investoren steigen die Agrarwirtschaft ein. Sie kaufen das Land, erhalten damit Sicherheit für Investitionen, können moderne Produktionsmethoden anwenden, die Produkte besser lagern und weiter verarbeiten und so zum Wohlstand des Landes beitragen. Auch die Fairtrade Siegel müssen bezahlt werden, ein Audit kostet durchschnittlich USD 3000,- Das sind Argumente für Agroinvestoren, wenn auf Augenhöhe mit der Zivilgesellschaft gehandelt wird, bedeuten Investitionen in die Landwirtschaft einen Segen.

Jedoch gibt es die Kehrseite. Land wird enteignet, Bauern vertrieben, die Arbeiter ausgebeutet, auf die Umwelt wird nicht geachtet und Behörden bestochen. Zudem wird nur für den Export produziert und dies auch noch in Monokulturen.

Es hängt also viel von Rechtssicherheit ab und Begegnung auf Augenhöhe. Journalisten können dazu beitragen, die Verhältnisse vor Ort zu dokumentieren und Hilfsorganisationen müssen einschreiten, wenn Menschenrechte nicht beachtet werden.

Doch meistens passiert nichts und die Bürger werden in die Verantwortung nicht einbezogen. Auch fehlt in vielen Ländern die Rechtssicherheit für Investoren.

Die Gedanken entstanden nach der Lektüre des Buches „Afrika wird armregiert“ von Volker Seitz