Kaffeepreise, wie fair ist das denn

In der Schweiz ist ein Artikel erschienen, fünftgrösste Kaffee Exporteur. Bei den Zahlen einkaufen für CHF 4,-  rösten und verkaufen für CHF 30,- pro Kilogramm. Wer den Röstvorgang kennt, weiss, dass da nicht allzuviel Arbeit steckt. Wenn nun genauer die Zahlen betrachtet werden, so ist die Weiterverarbeitung nicht berücksichtigt.

Gerade Instant Kaffee oder Kaffeekapseln schaffen Wertschöpfung. Instant Kaffee liegt im Jahresvergleich bei CHF 15,- pro kg. Kaffeekapseln, 195g Nestle De Gusto kaufe ich für ca. CHF 60,- pro kg, Nespresso nochmals teurer. Einen günstigen Bohnenkaffee bekomme ich als weisse Ware schon für CHF 6,- pro kg. 

Es entsteht rasch ein falsches Bild. Der Kaffeemarkt scheint im Handel weitgehendst fair zu funktionieren. Die Preise der Erzeuger sind zu tief, aber auch die Röstereien arbeiten zu wettbewerbsfähigen Preise. Daher ist der Artikel mit Vorsicht zu betrachten und es wäre schön, wenn die Wertschöpfung in der Schweiz erfasst werden könnte. 

Dazu habe ich Nestlé angeschrieben und ich will auch die Meinung vom Kafffeeverband einholen. Transparenz ist sicherlich ein Thema. Aber auch wie mehr Wertschöpfung in den Ursprungsländern entstehen kann. Ich nehme an, die Kapselfabrikation ist hochautomatisiert und die Schweiz bietet sich aufgrund sicherer Energieversorgung, zentraler Lage und günstiger Kapitalkosten dafür an.

Wertschöpfung entsteht vor allen in den Cafés. Dort sind die Einsatzkosten tief, mehr Kaffeehauskultur scheint mir die angenehmste Lösung des Problems zu sein. Denn die Cafetiers können besonders guten Kaffee dort servieren.

Nachfolgend noch die Pressemitteilung von der Zollverwaltung

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