Fairtrade Städte Initiative – Fallbeispiel Nürnberg

Nürnberg, eine Fairtrade Stadt
Engagement global hilft den Kommunen sich als Fairtrade Städte zu entwickeln. Gerade im Bereich der Beschaffung können somit Behörden auf Fairtrade Aspekte Rücksicht nehmen. Neben den Fairtrade Städten können sich auch als Universitäten als Fairtrade Universität lizenzieren lassen. Der wichigste Vorteil liegt aber in der Öffentlichkeitsarbeit und im Bewusstsein bei der Bevölkerung.

Nürnberg hat diese Herausforderung erfolgreich gemeistert. Es gibt eine Steuerungsgruppe, in der verschiedene Initiativen und die Stadt Nürnberg vertreten sind. Eine wichtige Aufgabe ist die Sensibilierung von Schülern und gemeinsame Aktivitäten. Eine faire Losbude am Volksfest und die Ausstattung einer Abteilung mit Fairtrade Kleidung wurde durch Preise honoriert.

Die jeweilige Fairtrade Woche im September ist immer ein wichtiges Datum, um den Gedanken publik zu machen. In Nürnberg finden sich viele Vereine, einige grosse Eine Welt Laden und vor allem das Bewusstsein sich für Fairtrade einzusetzen. An der Universität engagieren sich dafür Studenten in Arbeitskreisen und der Studentenverwaltung.
Hier geht’s zum Link von Fairtrade Nürnberg

Die Koordinationsstelle bei Engagement Global:

+49 228 20717 332
info@service-eine-welt.de
www.service-eine-welt.de

Handel(n) gegen den Hunger


Von der Universität Hamburg wurde im zweiten Quartal 2018 eine Ringvorlesung veranstaltet, die sich mit dem Handel(n) gegen den Hunger auseinandersetzt. Auf unserer Webseite veröffentlichen wir die Vorlesung von Dr. Hans Heinrich Bass, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Bremen

„Wie kann fairer Handel zu einer ländlichen Entwicklung und Armutsminderung beitragen“

Hier geht es zum Video vom Vortrag

Der Vortrag zeigt sehr gut das Potential und die Chancen vom fairen Handel auf. Er ist in mehreren Blöcken aufgebaut und fragt immer wieder die Teilnehmer nach ihrer Bewertung, wobei es kein richtig oder falsch gibt, sondern um die Einschätzung zur Situation.

Für mich ist interessant gewesen, dass der Anteil für den fairen Handel in Deutschland verglichen mit der Schweiz noch viel Luft nach oben hat. Aber auch, dass wir damit den Mittelstand in den Anbauländern aufbauen und die Löhne auf den Fairtrade Plantagen oft niedriger sind.

Nachdenklich auch der Aspekt, dass wir meinen, was richtig ist und wir stets Idealbilder bei Fairen Handel sehen, jedoch landlose Armutsbetroffene wenig Nutzen vom Fairtrade haben.

Dennoch halten wir Fairtrade für wichtig, wir sollten die Ansätze immer wieder überprüfen. Meiner Meinung sollten wir den Genossenschaften moderne Techniken an die Hand geben, wie z.B. Drohnen für den besseren Einsatz von Düngemittel und Transport, aber auch die Weiterverarbeitung fördern.